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Abenteuer in Gunzenhausen

Während manch andere nach dem Wochenende in der Schule schon wieder büffelten, startete die letzte Woche vor Ferienbeginn für viele Klassen anders: Am Montag, den 25.7.2016, begann die „Fahrtenwoche“. Diese Woche verbrachten auch die 5. Klassen ganz ohne Eltern und Schularbeiten. Für die Klassen 5a, 5b und 5e ging es ins Schullandheim nach Gunzenhausen. Die Klasse 5a wurde von Herrn Dörfler und Frau Hornfeck begleitet. Bei der Klasse 5b waren Frau Wällisch und Herr Buchner dabei. Herr Huth und Frau Sutter betreuten die Klasse 5e.

Als wir nach einer ca. zweistündigen Fahrt aus dem Bus stürmen und uns endlich wieder die Beine vertreten konnten, hieß es erst einmal: Koffer raus, Schlüssel verteilen, Bettlaken und -überzug mitnehmen und rein in das neue Heim. Danach erklang in manchen Zimmern schon das erste „Och, nö“: Bettenbeziehen war nicht Jedermanns Sache.

Als dann wirklich alle mit dem Überziehen fertig waren, ging es auch schon mit dem ersten Programmpunkt los: Eine vierstündige Stadtrallye durch Gunzenhausen. Die Fragen führten uns zum Beispiel zum Altenheim oder zum Waldbad. Als um 16.00 Uhr dann alle wieder zurück waren, gab es erst einmal Abendessen. Nachdem auch der Tischdienst fertig war, begann ab 19.00 Uhr die „Handyzeit“. Von 20.00 bis 21.00 Uhr hielten sich dann alle Schüler außen auf, um sich bei verschiedenen Spielen wie Völkerball oder Fußball noch einmal auszupowern. Außerdem setzte sich auch eine Gruppe zusammen, die gemeinsam zu Herrn Huths Gitarrenbegleitung verschiedene Lieder zum Besten gab. Wir Kinder hatten einen Riesenspaß. Danach fielen wir alle müde ins Bett und waren schon gespannt auf den nächsten Tag. Doch bevor wir wirklich einschlafen konnten, kamen noch einmal die Lehrer, um zu schauen, ob wir auch im Bett waren. Aber nicht nur deswegen: Es wurde auch ein Preis für das schönste und ordentlichste Zimmer pro Klasse verteilt, für den sich manche richtig ins Zeug gelegt hatten.

Die restlichen Programmpunkte wurden von jeder Klasse anders auf die übrigen Tage verteilt. Direkt nach dem Frühstück packten wir uns immer ein Lunchpaket, mit dem wir dann losmarschierten.

Für einen Tag war eine Zugfahrt nach Weißenburg zur Besichtigung des Kastells geplant. Dieses wurde in der Antike auch „Biriciana“ genannt und nahe am obergermanisch-raetischen Limes, einem UNESCO-Weltkulturerbe, errichtet. In der römischen Therme hatten wir bei der Herstellung von Seife viel Spaß. Außerdem erfuhren wir dort viel über den Aufbau und die Nutzung solcher Anlagen.

Am nächsten Tag folgte eine Zugfahrt nach Ansbach. Dort erhielten die Klassen mit ihren Begleitern eine Stadtführung zum Schwerpunkt „Kaspar Hauser“. Als Höhepunkt bestiegen wir den Kirchturm und hörten uns die verschiedenen Glockentöne an. Anschließend bestaunten wir die nicht weit entfernte Markgrafengruft. Danach sahen wir uns noch das „Kaspar-Hauser-Museum“ an, wo wir noch viel über dessen Leben erfuhren.

Das Highlight unseres Aufenthalts war das Floßbauen. Obwohl uns ein zweistündiger Fußmarsch bevorstand, freuten wir Fünftklässler uns darauf, mit unserem Floß auf der Altmühl zu schippern.  Nachdem wir uns alle in Gruppen aufgeteilt hatten und uns die verschiedenen Knoten zum Verknüpfen der Stämme gezeigt wurden, machten wir uns gleich an die Arbeit. Als alle fertig waren, wurde Boot für Boot ins Wasser gelassen. Nun durften wir mit Paddeln und einfachen Stöcken versuchen, mit unserem Floß vorwärts (oder rückwärts ;-)) zu kommen. Während wir Schüler die Gegend unsicher machten, trauten sich sogar auch noch ein paar Lehrer auf den wackeligen Selbstbau.

Natürlich machten wir auch mehrere Spaziergänge zum Altmühlsee. Ein Besuch führte uns beispielsweise zum Abenteuerspielplatz des Sees, wo wir uns so richtig austoben konnten.

Während die meisten Abende wie der erste verliefen, fand am Donnerstag noch ein besonderer, sogenannter „Bunter Abend“ statt. Hierzu konnte jeder etwas beitragen, wie zum Beispiel ein Theaterstück oder einen (Zauber-)Trick. Außerdem nutzte Herr Dörfler die Gelegenheit, um die Gewinner der Rallye bekannt zu geben. Als der Abend sich so langsam dem Ende neigte, wurde einstimmig festgestellt, dass eine Gruppe noch keinen Beitrag zum Abend geleistet hatte. Durch nicht zu überhörende Aufforderungsrufe aller Schüler konnten schließlich auch die Lehrer dazu gebracht werden, etwas zu singen.

Als am nächsten Tag gleich nach dem Frühstück der Bus vor der Jugendherberge stand, freuten sich alle Schülerinnen und Schüler auf die wohl verdienten und lang ersehnten Sommerferien. In diese wurden wir - nachdem alle die Zeugnisse in der Hand hatten - auch entlassen.

 

Selina Schraml, 6b

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