Berichte
aus dem Schulleben und den Fachbereichen
Auf dem Sprung in die Zukunft
Zum Halbjahreswechsel nutzte die Q11 die klausurenfreie Zeit, um sich auf eine Reise in die Zukunft zu begeben. Dazu musste die Stufe den Sprung von Oberfranken nach Mittelfranken wagen, um in Nürnberg einiges in Sachen Zukunft zu entdecken: die vor Kurzem den Lehrbetrieb aufgenommen habende UTN, University of Technology Nuremberg, und das bereits etablierte Zukunftsmuseum.
Kanzler Dr. Markus Zanner, der es ermöglicht hatte, dass ein ganzer Jahrgang sich über die UTN informieren konnte, begrüßte die jungen Menschen im Interimsgebäude der Universität und erläuterte die Genese und Zielsetzung der jüngsten bayerischen Alma mater, deren konsequent interdisziplinärer Ansatz Modellcharakter hat. Zwar soll das fachliche Profil der Universität in den Zukunftsfeldern der Technikwissenschaften liegen, darüber hinaus werden aber auch Studiengänge der Natur-, Sozial- und Geisteswissenschaften angeboten. Die alte Idee der „artes liberales“, die in die Zukunft transferiert werden, stand hierbei Pate. Die Ingenieurswissenschaften sollen eng mit anderen Themenfeldern der Gesellschaft vernetzt werden, sodass jede Studierende, jeder Student neben den technischen Inhalten immer auch geistes- und sozialwissenschaftlichen Input erhält. Das Ganze soll aber ohne die klassische Vorlesung ablaufen, große Hörsäle wird man folglich vergeblich suchen. Es wird auf digitale Lehre, kleine Gruppen und Internationalität gesetzt. Die lingua franca des zukünftigen Campus, auf dem zudem noch Wohnmöglichkeiten für rund 900 Studierende entstehen werden, wird Englisch sein. Um sich ein Bild von der Größe des geplanten neuen Univiertels zu verschaffen, wurde auch die Baustelle besichtigt, die auf dem Gelände des ehemaligen Südbahnhofs liegt. Herr Dr. Zanner hatte als Expertin für die Planung und den Bau die leitende Regierungsbaumeisterin eingeladen, die die Jugendlichen mit den zahlreichen Besonderheiten der Planung vertraut machte, da es um klimafreundliches und ressourcenschonendes Bauen geht. So wird mit Recyclingbeton gearbeitet, es werden Niedrig- bzw. Passivstandards eingehalten, Fassaden werden begrünt und der alte Baumbestand auf dem zukünftigen Campus wird weitgehend erhalten bleiben.
Neben der Beschäftigung mit der Universität sollte aber auch die Interaktion nicht zu kurz kommen, daher fand der andere Teil der Exkursion im Zukunftsmuseum statt, wo entweder im Labor mit dem Zukunftskraftstoff Wasserstoff experimentiert oder bei einer interaktiven Führung allerlei Technik der Zukunft erlebt werden konnte. Dass der Roboterhund und die Pflegerobbe dabei die Highlights waren, steht außer Frage. Die Stimmung im Labor scheint aber auch recht gut gewesen zu sein, wie das Bildmaterial zeigt.
Aus dieser Begegnung und dank des Engagements unserer Schülersprecherinnen der Q11, die die Idee dazu hatten, und Herrn Dr. Zanners erwächst in Zukunft eine Zusammenarbeit des Markgräfin-Wilhelmine-Gymnasiums mit der University of Technology Nuremberg, auf die wir uns sehr freuen und der wir gespannt entgegenblicken.
Maresa Olschner

