Berichte
aus dem Schulleben und den Fachbereichen
Mit Musik, Kompass und einer Portion Aufregung – die Fünftklässler sind da!
Dienstagmorgen, 8 Uhr, erster Schultag nach den Ferien. Auf der Freitreppe unseres Markgräfin-Wilhelmine-Gymnasiums sieht es aus wie bei einer Premierenfeier: Die neuen Fünftklässler stehen erwartungsvoll vor dem großen Haus, Eltern zücken Handys, und die Abiturientinnen und Abiturienten, die wohl seit Wochen nicht mehr um diese frühe Zeit auf den Beinen waren, haben sich gut gelaunt als Begrüßungskomitee für die „Kleinen“ versammelt.
Nun tritt unsere Schulleiterin Frau Götz ans Mikrofon – mit einem Lächeln, das klarstellt: Hier beginnt heute etwas Besonderes. In ihrer kurzweiligen Begrüßungsrede erklärt sie, dass sich eine neue Schule manchmal anfühlt wie ein unbekannter Kontinent: Man braucht einen Kompass, gute Lotsen – und vielleicht auch ein bisschen Mut. Spätestens da wurde es spannend: Sollte vielleicht bereits vor Eintritt in das imposante Gebäude die erste Mutprobe absolviert werden?
Ganz so weit kam es nicht, aber dafür überraschten die Sechstklässler mit einer musikalischen Einlage. Zusammen mit der Schulleiterin hatten sie am Tag zuvor das Lied „Mit Musik geht alles besser“ einstudiert. Und tatsächlich – es klappte gut, sodass mitgeklatscht wurde und Applaus aufbrandete, was die Aufregung der Fünftklässler ein wenig dämpfte.
Nach der kleinen Einlage sortierten sich die neuen Klassen. Jede Gruppe wurde von den „Großen“ – den Tutorinnen, Tutoren und Abiturientinnen und Abiturienten – in ihre Klassenzimmer geführt. Auf dem Weg dorthin gab es nicht nur Orientierungshilfe, sondern auch Geschenke: Ein kleiner Kompass für jedes Kind. Symbolisch, versteht sich. Praktisch auch – denn bei unserer Schulgröße kann man den durchaus brauchen.
Im Klassenzimmer wartete dann das volle Kennenlern-Programm: Kreative Steckbriefe basteln („Wie stelle ich mein Lieblingstier dar, ohne dass es aussieht wie ein UFO?“) und eine Haus-Rallye („Finde den geheimnisvollen Raum 1.34, ohne dich drei Mal zu verlaufen!“). Unterstützt wurden die Lehrkräfte von den Tutorinnen und Tutoren der 10. Klassen – also den Profis, die wissen, wie man die eine oder andere anstrengende Stunde überlebt und gleichzeitig alle Treppen findet.
Am Ende des Vormittags hatten die Fünftklässler nicht nur ihre neuen Klassenkameradinnen und -kameraden kennengelernt, sondern auch erfahren,
- dass unser Markgräfin-Wilhelmine-Gymnasium voller helfender Hände steckt,
- dass Musik wirklich vieles leichter macht,
- und dass ein Kompass manchmal mehr ist als nur ein Stück Metall.
So ging der erste Schultag zu Ende – mit vielen neuen Eindrücken, einem Lächeln im Gesicht und der beruhigenden Gewissheit: Niemand muss hier allein durchs Unbekannte stolpern.

