Berichte
aus dem Schulleben und den Fachbereichen
Selbstgebrautes Bier
Obwohl der Bierkonsum in Deutschland seit den letzten Jahren laut Statista rückläufig ist, liegt er dennoch bei mehr als 90 Litern Bier pro Kopf in Deutschland. Mönche haben festgestellt, dass das Trinken von Bier den Hunger stillt. Die liegt vor allem am hohen Energiegehalt durch das Malz. Im Rahmen des Chemie-Lehrplans der 10. Jahrgangsstufe für den naturwissenschaftlichen Zweig hat sich die Klasse 10BD als Projekt vorgenommen, eigenes Bier zu brauen. So wurden zuerst im Internet Gerstenmalz, Hopfen und weitere Bierbrau-Utensilien bestellt und einige Wochen später auch losgelegt. Das Café blu verwandelte sich für einen Tag in eine kleine Bierbrauerei.
Das Maischen: Zuerst wird Wasser auf 40°C erhitzt und im Anschluss bereits geschroteter Gersten-Malz hinzugegeben. Unter gelegentlichem Rühren wird das ganze auf 63°C erhitzt und die Temperatur 30 Min lang gehalten. Man spricht von der ersten Rast. Hierbei können Enzyme, die sich im Malz befinden, die in der Gerste enthaltene Stärke zu Zucker verarbeiten. Danach wird auf 72°C erhitzt und unter gelegentlichem Rühren auch diese Temperatur 30 Min lang gehalten (zweite Rast). Dabei setzt sich auch der Treber als Feststoff ab.
Läutern: Die entstandene Maische wird etwas abgekühlt und anschließend durch Geschirrtücher abfiltriert. Dies ist eine große Sauerei. Zusätzlich füllt man zwei Flaschen der Maische ab und bewahrt diese auf.
Würze kochen: Nun gibt man den Hopfen dazu und kocht das Ganze 60-90 Minuten. Nach Abkühlen wird der Hopfen abfiltriert und dann wird das ganze noch mal aufgekocht. Die fertige Würze wird nach Abkühlen in einen Gärbottich gegossen. Zuletzt gibt man die Hefe dazu und lässt das Ganze eine Woche lang gären.
Die Wochen darauf findet die Lagerung statt. Wichtig ist, dass man die Flaschen regelmäßig entlüftet. Ansonsten kann es passieren, dass man von einem Schwall voller Bierschaum überrascht wird (und das ist uns passiert).
Das Ergebnis sind eineinhalb Kästen mit selbstgebrautem Bier. Etwas herb und etwas dünn, aber durchaus genießbar. Ein sehr zufriedenstellendes Ergebnis, denkt man an all den Aufwand, den man für den Brauprozess betreiben muss.

