Berichte
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Von der Inspiration zum Wettbewerbserfolg: VitaSense gewinnt DENK.talente 2026
Die Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen erleben den DENK.summit in Weiherhammer und krönen ein intensives Projektjahr mit dem Sieg beim Ideenwettbewerb DENK.talente.
Ein Schuljahr lang hatten sich die Schülerinnen und Schüler der 10. Jahrgangsstufe im Fach Wirtschaft und Recht mit der Entwicklung eigener Geschäftsmodelle beschäftigt. Sie analysierten Probleme aus dem Alltag, erarbeiteten mögliche Lösungen, beschäftigten sich mit Zielgruppen, Finanzierung und Vermarktung und stellten ihre Konzepte schließlich in mehreren Präsentationsrunden vor. Zum Abschluss dieses intensiven Projektjahres boten zwei Veranstaltungen in Weiherhammer die Gelegenheit, unternehmerisches Denken auch außerhalb des Klassenzimmers zu erleben: der DENK.summit und der nordbayernweite Ideenwettbewerb DENK.talente.
Spannende Einblicke beim DENK.summit
Beim DENK.summit konnten die Zehntklässlerinnen und Zehntklässler zunächst in die Welt regionaler Unternehmen und ambitionierter Start-ups eintauchen. An zahlreichen Informationsständen kamen sie mit Vertreterinnen und Vertretern unterschiedlicher Branchen ins Gespräch, informierten sich über berufliche Perspektiven und erhielten Einblicke in innovative Geschäftsmodelle. Gerade der direkte Austausch machte deutlich, wie vielfältig die wirtschaftlichen Möglichkeiten in der Region sind und welche spannenden Unternehmen hier ihren Ursprung haben.
Bei Temperaturen von über 30 Grad verlangte der Tag allen Beteiligten einiges ab. Die Veranstalter sorgten jedoch mit ausreichend Getränken und einem eigenen Eisstand für die nötige Abkühlung. Besonders begehrt war zudem ein kleines Firmen-Give-away: Die verteilten Ventilatoren entwickelten sich innerhalb kürzester Zeit zum Renner unter den Schülerinnen und Schülern.
Neben den Unternehmensständen bildeten die Vorträge und Gesprächsrunden einen weiteren Schwerpunkt des Tages. Hochrangige Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft und Start-up-Szene berichteten von ihren Erfahrungen, diskutierten aktuelle Herausforderungen und gaben Einblicke in ihre persönlichen Karrierewege. Für besonderen Gesprächsstoff sorgte eine Podiumsdiskussion mit der Unternehmerin und Investorin Janna Ensthaler, die vielen auch aus der Fernsehsendung „Die Höhle der Löwen“ bekannt ist. Mit ihren pointierten und teilweise bewusst kontroversen Thesen regte sie zum Nachdenken an. Einige ihrer Aussagen wurden noch auf der Heimfahrt im Bus intensiv aufgegriffen und unter den Jugendlichen lebhaft diskutiert. Gerade diese Auseinandersetzung zeigte, dass wirtschaftliche Fragestellungen selten einfache Antworten zulassen und unterschiedliche Positionen einen wichtigen Ausgangspunkt für fundierte Urteile bilden.
Den Höhepunkt des DENK.summits stellte erneut der professionelle Start-up-Wettbewerb dar. Nachdem die Schülerinnen und Schüler im Laufe des Schuljahres selbst an Geschäftsmodellen gearbeitet und eigene Pitches vorbereitet hatten, konnten sie nun beobachten, wie erfahrene Gründerinnen und Gründer ihre Unternehmen vor einer fachkundigen Jury präsentierten. Dabei wurde deutlich, wie entscheidend eine verständliche Problemstellung, ein klar erkennbarer Kundennutzen und ein überzeugender Auftritt sind.
Durchsetzen konnte sich in diesem Jahr ein Unternehmen, das eine Lösung für den wachsenden Energiebedarf von Anwendungen im Bereich der künstlichen Intelligenz entwickelt hat. Statt bei jeder Anfrage umfangreiche Systeme und Datenbestände vollständig zu aktivieren, sollen nur diejenigen Informationen und Rechenressourcen genutzt werden, die für den jeweiligen Prompt tatsächlich erforderlich sind. Auf diese Weise können KI-Anwendungen effizienter arbeiten und Energie einsparen. Für die Schülerinnen und Schüler war dies ein anschauliches Beispiel dafür, wie technische Innovationen mit wirtschaftlichem Denken und gesellschaftlicher Verantwortung verbunden werden können.
VitaSense entwickelt sich von Pitch zu Pitch weiter
Wenige Wochen später stand das Future Lab Weiherhammer erneut im Zeichen junger Geschäftsideen. Am 10. Juli 2026 präsentierten Schülerinnen und Schüler beim nordbayernweiten Ideenwettbewerb DENK.talente ihre Konzepte vor einer Jury aus Wirtschaft, Hochschule und Start-up-Szene. Für unsere Schule trat das Team VitaSense an, das sich zuvor bereits im schulinternen Wettbewerb durchgesetzt hatte.
Die Geschäftsidee greift ein Problem auf, das viele Menschen im Alltag begleitet. Wer unter Allergien oder Unverträglichkeiten leidet oder bestimmte Inhaltsstoffe vermeiden möchte, muss beim Einkauf häufig lange Zutatenlisten prüfen. VitaSense soll diesen Vorgang deutlich erleichtern. Mithilfe einer App können Produkte gescannt und deren Inhaltsstoffe mit den zuvor hinterlegten persönlichen Angaben abgeglichen werden. Innerhalb kurzer Zeit erhalten Nutzerinnen und Nutzer eine verständliche Rückmeldung darüber, ob ein Produkt für sie geeignet ist. Die Anwendung soll damit für mehr Sicherheit beim Einkauf sorgen und zugleich Menschen mit besonderen Ernährungsbedürfnissen eine zeitsparende Orientierung bieten.
Unterstützung erhielt das Team in der Vorbereitung durch das Start-up BeAFox, das selbst eine Finanz-App entwickelt hat. Im Rahmen des von den Veranstaltern vermittelten Coachings konnten die Schülerinnen und Schüler ihre Fragen mit erfahrenen Gründern besprechen. Dabei ging es unter anderem um zentrale Schritte bei der App-Entwicklung, mögliche Formen der Monetarisierung und die Frage, wie eine Geschäftsidee in einem Pitch verständlich und überzeugend vermittelt werden kann. Der offene Austausch lieferte wertvolle Impulse, die das Team anschließend in die weitere Ausarbeitung seines Konzepts einfließen ließ.
Besonders bemerkenswert war die Entwicklung, die VitaSense während des gesamten Schuljahres durchlief. Von Präsentation zu Präsentation gewann das Team an Sicherheit. Die anfängliche Nervosität wich zunehmend einem ruhigen und souveränen Auftreten. Argumente wurden klarer formuliert, Übergänge wirkten flüssiger und der konkrete Nutzen der App trat immer deutlicher hervor. Im entscheidenden Pitch präsentierten die Schülerinnen und Schüler ihre Idee selbstbewusst, rhetorisch überzeugend und mit einer erkennbaren Begeisterung für das eigene Projekt.
Diese kontinuierliche Steigerung blieb auch der Jury nicht verborgen. Patrick Schicker von BHS Corrugated, Dr. Andreas Koch von Fibryx, Matthias Pohl von der OTH Amberg-Weiden und Florian Waldeck von C4Trends bewerteten die eingereichten Konzepte unter anderem nach Innovationsgrad, Umsetzbarkeit und Präsentationsqualität. VitaSense überzeugte mit einer klaren Problemstellung, einem konkreten Nutzen im Alltag und einem ausgereiften Auftritt.
Am Ende durfte sich das MWG-Team über den ersten Platz freuen. Nachdem eine Schülergruppe unserer Schule im vergangenen Jahr bereits den zweiten Rang erreicht hatte, gelang nun erstmals der Sieg bei DENK.talente. Als Auszeichnung erhielt das Team unter anderem einen Business-Erlebnistag bei BHS Corrugated. Zusätzlich wurde den Teilnehmerinnen und Teilnehmern ein Start-up-Buch von Fibryx überreicht.
Der Erfolg von VitaSense zeigt eindrucksvoll, welche Ergebnisse entstehen können, wenn eine Idee konsequent weiterentwickelt wird. Entscheidend war nicht allein der ursprüngliche Einfall, sondern vor allem die Bereitschaft, Rückmeldungen anzunehmen, das eigene Konzept kritisch zu hinterfragen und über viele Monate engagiert an Inhalt und Präsentation zu arbeiten. Das Team hat damit beispielhaft gezeigt, dass Beharrlichkeit, Lernbereitschaft und gemeinsamer Einsatz aus einer guten Idee ein überzeugendes Gesamtprojekt werden lassen.
Ein herzlicher Dank gilt den Verantwortlichen des DENK.summits und von DENK.talente für die hervorragende Organisation und die Möglichkeit, jungen Menschen unternehmerisches Denken auf so praxisnahe Weise zu vermitteln. Ebenso danken wir BeAFox für die intensive Begleitung sowie den Veranstaltern für die Vermittlung des Coachingpartners. Für unsere Schülerinnen und Schüler bildeten beide Veranstaltungen einen gelungenen Abschluss des Projektjahres und boten Erfahrungen, Begegnungen und Impulse, die weit über den regulären Unterricht hinausreichen.
Müller

