Berichte
aus dem Bereich Erasmus+
„Carbolito“ – Unser Erasmus+-Baum
Symbol eines erfolgreichen nachhaltigen Projektes
Nach einer tollen, gemeinsamen und intensiven Woche im Februar stand im April der Gegenbesuch unserer Erasmus+-Partner aus Almodóvar del Río am MWG an.
Die zehn Schülerinnen und Schüler unserer Erasmus+-Gruppe hatten sich im Vorfeld gut auf den Besuch vorbereitet, denn ihnen oblag es, die Gäste durch das MWG zu führen, um das deutsche Schulsystem zu erläutern, die Schulgeschichte des MWG zu erklären, nachhaltige Ideen aufzuzeigen und Einblicke in (fast) alle Ecken und Winkel des MWG zu gewähren. Eine zweite Gruppe hatte keine Mühen gescheut und eine Stadtführung organisiert, in der sie an verschiedenen Stationen die Nachhaltigkeit der Stadt Bayreuth erläuterten, wie z.B. am RW 21, im Unverpacktladen „Hamsterbacke“ oder am Transitionshaus. Außerdem hatten beide Gruppen passend dazu ein Kahoot erstellt, das die spanischen Schülerinnen und Schüler mit großem Erfolg absolvierten.
Das Thema „Nachhaltigkeit“ zog sich weiter wie ein roter Faden durch das Programm, sei es beim gemeinsamen Kochen des traditionellen fränkischen Gerichts „Kloß mit Soß“ (natürlich regional und vegan) unter der Anleitung von Herrn Raps im Café Blu oder bei einem Kunst-Workshop mit Frau Buchzik-Weber, bei dem die Farben der beiden Orte auf einen Baumwollbeutel in Form von individuellen Mustern verewigt wurden. Außerdem wurden Pappkisten mit Handabdrücken versehen, die den 5.Klässlern übergeben wurden, damit die Mülltrennung von Papier im Klassenraum noch leichter funktioniert.
Das Thema „Energie“ stand nochmals im Mittelpunkt unseres Interesses: In Spanien hatten wir uns bereits mit der Atomenergie und der problematischen Lagerung von radioaktivem Müll beschäftigt. Nun widmeten wir uns der grünen Energie. Deshalb führte uns eine Exkursion nach Wunsiedel im Fichtelgebirge, dessen Bewohner weitestgehend autark durch erneuerbare Energien wie Sonne, Wind und Biomasse versorgt werden. Dort besichtigten wir die größte Fabrik für Holzpellets in ganz Europa, die maßgeblich durch ihre „Restenergie“ zur Energieversorgung der Stadt Wunsiedel beiträgt. Das Thema „Energie und Energieversorgung“ lag den Spaniern besonders am Herzen, denn sie hatten im April 2025 erlebt, was ein totaler Stromausfall bedeutet.
Unsere spanischen Gäste freuten sich besonders über die Möglichkeit, am Englisch-Unterricht von Frau Hügel und Herrn Motz teilnehmen zu können und wurden aktiv in das Unterrichtsgeschehen miteingebunden.
Aber natürlich kann man Bayreuth nicht besucht haben, ohne das Markgräfliche Opernhaus und andere historische Orte gesehen zu haben, deren Bedeutung und Einzigartigkeit Herr Raps den spanischen Schülern näherbrachte.
Abschließend nahmen die Schüler in deutsch-spanischen Gruppen einen spannenden Podcast zu den Themen „Digitalisierung“ und „Europa“ auf und erstellten interessante und kreative Padlets zum Thema „Nachhaltigkeit“.
Als Zeichen der gelungenen Zusammenarbeit im Rahmen des Erasmus+-Projektes entstand die Idee, einen der neugepflanzten Bäume auf dem Gelände des MWG dieser deutsch-spanischen Partnerschaft und Erasmus+ zu widmen. In demokratischer Abstimmung wurde der Name „Carbolito“ – ein Wortspiel aus dem Namen unserer Partnerschule „Cárbula“ und dem spanischen Wort für kleinen Baum „arbolito“ gewählt. Zusammen mit Frau Götz tauften Alejandro, Ana, Mona (11b) und Bea (10c) die Buche, die neben dem Eingang zur neuen Sporthalle steht, auf den Namen CARBOLITO. Frau Bode brachte vor Ort den Wunsch aller zum Ausdruck, dass der Baum als Symbol der Fortsetzung der erfolgreichen Zusammenarbeit zwischen der IES Cárbula in Almodóvar del Río und dem MWG wachsen und gedeihen möge, so wie der europäische Gedanke, der stets fester Bestandteil dieses Projektes war und ist.
Als Zeichen der Verbundenheit überreichten unsere Schüler den spanischen Partnern zum Abschluss einen eigens kreierten MWG-Erasmus+-Schlüsselanhänger, der gemäß unserem Projektschwerpunkt nachhaltig und digital auf einem 3D-Drucker mit Filament aus Maisfasern gedruckt wurde. Ein Dankeschön dafür geht an Herrn Monsch.

